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BIOGRAFIE

 

Von Algerien nach England, über Portugal und letztendlich Belgien, ist Wendy mit den Erzählungen der manchmal auch schwierigen Reisen, die ihre Großeltern ihr mit unterschiedlich gefärbten Akzenten erzählten, aufgewachsen.  Durch diese alten Familiengeschichten hat sie verstanden, dass auch eine einfache Geschichte immer gut für Überraschungen – und voller Romantik sein kann.

Wendy Nazare ist das Ergebnis einer köstlichen Mischung. Als kleines Kind entdeckt sie die Musik durch ihre Großmutter mütterlicherseits, die ihr englische Volkslieder vorsingt und dazu auf der Mandoline begleitet.

In der engeren Familie spielen sich die meisten Familienfeiern bei Kaminfeuer rund um ein Pianino ab. Für Wendy stellt die Familie von jeher eine essentielle Dimension dar. Als sie mit 16 ihr erstes Chanson schreibt, erzählt sie darin die Lebensgeschichte ihres Vaters.
 

Aber das war damals schon mehr als nur ein Versuch. Mit elf schrieb sie bereits ihr erstes Stück, auf Englisch, oder zumindest in dem Englisch, das sie damals konnte…Glück gepaart mit einem Schuss Unverschämtheit öffnen dem Kind, das keine Minderwertigkeitskomplexe kennt, die Türen eines kleinen Tonstudios in der Nähe von Brüssel. Fast zwei Jahre lang verbringt sie dort ihre Wochenenden. Das Ergebnis sind Dutzende von Tonkassetten, auf denen ihre Probeaufnahmen gespeichert sind. Stunden über Stunden von Aufnahmen aus dem Jugendzimmer einer vorpubertierenden Dreizehnjährigen! Das, was ihre Eltern als Hobby bezeichnen, das sich früher oder später wieder geben wird, wird rasch zu einer alles verschlingenden Leidenschaft und absoluten Notwendigkeit für Wendy.

Es folgen einige Jahre am Musikkonservatorium, an deren Ende Wendy einen Vertrag mit einem Musikverlag aus Quebec (Kanada) unterzeichnet. Gesangsunterricht, Bühnenexpression und erste Enttäuschungen, dennoch gibt es keinen Zweifel: Wendy ist es gelungen, im Musikbusiness Fuß zu fassen. Das in Kanada aufgenommene Album wird nie veröffentlicht, aber Wendy hat dort zwei wichtige Lektionen gelernt: die künstlerische Umgebung steht vor allem anderen und die Verankerung in der Realität ist mit einem Leben als KünstlerIn untrennbar verbunden. Rund um Christophe Henin, Regisseur und Freund, sammelt sie um sich eine Gruppe von Musikern, die sie nie wieder verlassen werden.

Sie studiert an der Universität in Lüttich (Belgien) und schließt dort mit einem Master in Psychologie ab. Für sie bedeutet das: der Welt zuzuhören und sich ihr zu öffnen, um deren Emotionen und Gefühle besser wiedergeben zu können.

Anschließend produziert sie das Album „Pas de Pareil“ (Nichts Ähnliches auf französisch), das zuerst in Belgien unter dem Label von Lgsr herauskommt. Rasch wird sie von Universal Music Belgium entdeckt. Zu einer Zeit, wo es unendlich viele belgische Labels gibt, gelingt es ihr ohne lokale Signatur während zehn Jahre, sich zu behaupten. Sie ist die große Ausnahme und ihre Single „Mon pays“ macht sie zu einer der meistbekannten belgischen Künstlerinnen. 2009 erhält sie sogar den „Prix du public Bel RTL“ (Publikumspreis des größten belgischen Radiosenders RTL) als Entdeckung des Jahres und tritt auf der großen Frankos-Bühne in Spa (Belgien) und im Vorprogramm vieler bekannter Künstler auf.  Auf der Bühne zeigt Wendy eine Seite ihrer Persönlichkeit, die auf der Platte nur leicht verschleiert ist: sprühend vor Lebendigkeit, jung und sorglos.

 
2012 erscheint „A tire d’ailes“  (Flügel verleihen) in Belgien und Frankreich und einige Jahre später in Portugal und in Quebec „Au gout eighties“ (Im Geschmack der 80-er Jahre)

Die internationale portugiesische Gemeinschaft gibt Wendy’s Karriere neuen Schwung durch den Songtitel „Lisboa“ (Lissabon auf portugiesisch), der mit seinem Clip Millionen erreicht. 2013 wird diese Single zu einem durchschlagenden Erfolg in Portugal.

Diese neuen Erfahrungen inspirieren Wendy, und sie beginnt einige Chansons auf Englisch und Portugiesisch zu schreiben. Diese neuen Chansons entstehen im Laufe zahlreicher Reisen, manche davon innere, durch Veränderungen ihrer Lebensumstände, durch Geburt und Wiedergeburt. Ein neuer Baum, TREE, entsteht durch die Verwurzelung in diesem gemischten Erdreich, das Wendy charakterisiert.

Ihre neuen Songtitel entstehen während ihrer  außerhalb der Zeit stehenden Aufenthalte bei Arthur de la Taille und Christophe Henin. Sie haben ihre Naivität, ihre Träume und ihr geliebtes Nomadenleben geteilt. Diese mehr als zehn Jahre dauernde, musikalische Freundschaft hat es allen dreien erlaubt, in ihrer Kreativität eine Komplizenschaft zu entwickeln, ein Austausch, der mit „mon pays“ (mein (Heimat)Land auf französisch) 2009 begonnen hatte. „Meu pais“ (mein (Heimat)Land auf portugiesisch) setzt 2018 neue Akzente und vermittelt eine neue Absicht, ein Augenzwinkern hin zu den Portugiesen in aller Welt, einer Gemeinschaft, die für Wendy die letzten Jahre über zu einer wirklichen Muse geworden ist.

Aufs Meer fahren, den Kompass vergessen, über die Dächer hinwegschauen und in sich selbst unerwartetes Neuland entdecken. Im Laufe der Jahre und der vielen Reisen, ist die englische Sprache für Wendy zu einer Gegebenheit geworden. Ihre freundschaftlichen Begegnungen mit Joshua Jamison und Sebastien Lyons haben sie dazu gebracht, in diesem neuen Abenteuer immer weiter zu gehen. Joshua war für sie der große Bruder und Sebastien schenkte ihr seine Poesie.

So sehr die vorangegangenen Chansons durch die Schilderung vergangener Ereignisse zu einer Reise einluden, so erzählen die neuen Geschichten über alle möglichen Abschiede, die heute ihre Stärke aus der Vergangenheit beziehen, eine Öffnung hin zu neuen „Home Sweet Home“. Zahlreiche Adieux, einige „Game Over“, durch die die Möglichkeit entsteht, neue Wege jenseits ausgetretener Pfade zu beschreiten.